Als Schüler oder Schülerin eine Zeit im Ausland
bei einer Gastfamilie zu verbringen ist eine Chance und eine Herausforderung
zugleich. Du kannst viel erleben und Spaß haben; doch es gilt auch neue
Lebenssituationen zu meistern, die selbstständige Entscheidungen erfordern. Wer
sich auf einen Austausch einlässt, muss sich vorher genau überlegen, was alles
auf ihn zukommen kann; und auch wenn das Wort Austausch nicht mehr automatisch
bedeutet, dass im Gegenzug ein Schüler aus dem anderen Land in die eigene
Familie kommt, solltest Du Dir klar machen, dass Du bzw. Deine Eltern keine
Pauschalreise buchen.
Wichtig zu wissen ist, dass alle seriösen Organisationen bei längeren Programmen
ein Auswahlverfahren haben. Daher musst Du Dich früh um die Bewerbung für einen
Austausch kümmern, am besten schon mindestens ein Jahr vorher. Weitere Tipps
halten die unten aufgeführten Publikationen bereit.
Ein individueller Schüleraustausch ist übrigens nicht nur für Gymnasiasten
möglich, sondern ebenso für Haupt- und Realschüler. Es muss auch nicht immer der
klassische Jahresaustausch in die USA sein – ein Schuljahr auf einer dänischen
Insel oder ein halbes Jahr in den peruanischen Anden können ebenfalls sehr
spannend sein.
Und vielleicht solltest Du auch erst 'mal einen Kurzaustausch oder
Sprachreise in den Schulferien machen, um zu
sehen, wie Du Dich dabei fühlst. Sogenannte Homestays (meist in den Ferien)
organisiert zum Beispiel das
Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW)
Molkenmarkt 1-3
10179 Berlin
Tel.: 030 288757-0
Fax: 030 288757-88
E-Mail: info@dfjw.org
Web: www.dfjw.org/
Ansonsten lohnt es sich für kürzere Austauschprogramme, zunächst in der Schule
nachzufragen. Wenn Du da nicht weiterkommst, versuch es doch 'mal beim Jugendamt
der Stadt. Oft gibt es noch Austauschmaßnahmen mit den Partnerstädten. Oder ihr
wendet euch an eine
Jugendinformation- und -beratung, wie sie die FERIENBÖRSE zum Beispiel auch
eine ist, den Jugendring oder das Jugendministerium eures Bundeslands
(Adressen stehen auch im Internet unter:
http://www.rausvonzuhaus.de/cgi-bin/showcontent.asp?ThemaID=3756). Nur keine Scheu: die sind für Dich
da!
Bücher, Broschüren, Internetadressen
Eine Auswahl von Organisationen, die Schüleraustausch anbieten, findet sich auf
den Faltblättern des IJAB Internationaler Jugendaustausch- und Besucherdienst
der Bundesrepublik Deutschland e.V. „Internationale Begegnungen für junge
Leute“, die auch in der
eurodesk Beratungsstelle FERIENBÖRSE
Ritterstraße 4/Theaterpassage
04109 Leipzig
Tel.: 03 41/9 60 67 36
Fax: 03 41/9 60 67 36
leipzig@eurodesk.org
erhältlich sind.
Das Handbuch Fernweh. Der Ratgeber zum Schüleraustausch (Dortmund 2001, 431
Seiten, ISBN 3-935897-00-6, 2. vollst. überarb. u. erw. Aufl.) von Thomas
Terbeck kostet 18,50 Euro und stellt unter anderem einen
Preis-Leistungs-Vergleich von Austauschprogrammen in die ganze Welt an. Außerdem
berichten Eltern und Schüler von ihren Erfahrungen. Weitere Informationen zu dem
umfangreichen Ratgeber und anderen Dienstleistungen des Autors unter:
www.handbuchfernweh.de.
Das Buch Ein Schuljahr in den USA – Austausch-Organisationen auf dem Prüfstand
von Christian Gundlach und Sylvia Schill (5. Auflage 2000, 287 Seiten, ISBN
3-930902-03-6, 15,23 Euro) wartet mit Kurzbeschreibungen von über 80
Organisationen auf, die nicht nur Plätze in den USA vermitteln. Infos zum Buch
und mehr unter:
www.schueleraustausch.de.
www.ausgetauscht.de,
www.exchangees.de,
www.austauschjahr.de
Anbieterunabhängige Seiten, die den Informationsaustausch zwischen
Austauschschülern und anderen zu Themen des längerfristigen Schüleraustauschs
ermöglichen.
www.schueleraustausch.net und
www.high-school.de
Websites zu den Büchern Als Gastschüler in den USA von Max Rauner (aktualisierte
und erweiterte Neuauflage 2001, 308 Seiten, 14,90 Euro) und Das
USA-Gastschülerbuch von Volker Kitz (Frankfurt 2000, 240 Seiten, ISBN
3-8218-1238-9, 14,90 Euro).
www.abi-ev.de
Die Aktion Bildungsinformation nimmt unter anderem in ihrem Buch
Schuljahres-Aufenthalte in den USA: Ein praktischer Ratgeber für Eltern und
Schüler (1. Auflage 2001, 234 Seiten, 16 Euro) Anbieter kritisch unter die Lupe.
Zusammenschlüsse
Einige Anbieter haben sich zusammengeschlossen und jeweils eigene Richtlinien
und Standards vereinbart:
AJA: Die vier Mitglieder des Arbeitskreises Jugendaustauschorganisationen
vermitteln langfristige, bildungsorientierte Austauschprogramme und haben
hierfür Qualitätskriterien entwickelt (www.aja-org.de).
Sie sind Durchführungsorganisationen im PPP und bieten sowohl Entsende- als auch
Aufnahmeprogramme an.
BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.: Im BundesForum Kinder- und
Jugendreisen e.V. sind Organisationen
zusammengeschlossen, die gemeinsame Qualitätskriterien permanent weiter entwickeln (www.bundesforum.de).
DFH: Im Deutschen Fachverband High School e.V. sind Organisationen
zusammengeschlossen, die wie das
BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.
(Berlin)
gemeinsame Qualitätskriterien permanent weiter entwickeln. Dazu gehört z.B. das
GLS Sprachenzentrum (Berlin).
Rotary Clubs
Der Jugenddienst der Rotary Clubs organisiert ebenfalls Jahres- und
Ferienaustauschprogramme. Auch Kinder aus Familien ohne Mitgliedschaft können
sich melden; sie sollten sich mit den Zielen der Rotarier identifizieren. Man
wendet sich an ein Mitglied des örtlichen Rotary Clubs oder wird von einem
Mitglied vorgeschlagen. Weitere Infos unter
www.rotary.de/jugenddienst/.
Finanzierung
Die Kosten für Austauschprogramme variieren. Beim Preisvergleich solltest Du
sehr genau auf die enthaltenen Leistungen achten. Leider ist es schwer, ein
Stipendium oder wenigstens ein Teilstipendium für einen Schüleraustausch zu
bekommen, aber unmöglich ist es nicht: Es gibt Unterstützung von einigen
Austauschorganisationen, von unabhängigen Stiftungen, von manchen Firmen oder
von der Stadt. Du solltest nichts unversucht lassen. Hilfestellung hierzu
findest Du in den oben genannten Publikationen.
Wer ein Schuljahr in den USA verbringen will, kann sich beim Deutschen Bundestag
um ein Stipendium beim Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) bewerben.
Im Rahmen dieses Programms werden bundesweit 400 Stipendien an Schüler
allgemeinbildender Schulen im Alter von 16 und 17 Jahren und junge Berufstätige
mit abgeschlossener Ausbildung im Alter von 16 bis 22 Jahren vergeben.
Bewerbungsfrist ist Anfang September des Vorjahres (der genaue Termin variiert
von Jahr zu Jahr). Die Unterlagen kannst Du beim Bundestag bestellen.
Deutscher Bundestag Referat PB 4
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 2270
Internet:
www.bundestag.de/internat/16129/index.html
Bei der FERIENBÖRSE
erhältst Du ausschließlich Angebote von seriösen
Veranstaltern, die durch ihre Mitgliedschaft in Verbänden
oder dadurch daß sie von ihnen genannt werden,
dokumentieren, daß sie deren Qualitätsrichtlinien
einhalten. Dazu gehören unter anderem der Deutsche Fachverband
High-School e.V. und das BundesForum Kinder- und
Jugendreisen e.V.Wir können auch gerne einen
persönlichen Beratungstermin im Büro der FERIENBÖRSE, am
Telefon oder auf einer Messe vereinbaren.
FERIENBÖRSE für alle von 6 bis 26
Ritterstraße 4/Theaterpassage
04109 Leipzig
Tel.: 0341 96067-36
Fax: 0341 96067-26
service@ferienboerse.org
www.ferienboerse.org
Schick' uns Deine
Anfrage!
Das „BundesForum Kinder- und Jugendreisen
e.V.“ ist die Fachorganisation für Kinder- und Jugendreisen in Deutschland.
Darin haben sich bundesweite Dachverbände, Träger und Vereine
zusammengeschlossen, die ständig gemeinsame Qualitätskriterien weiter
entwickeln. Bei den
Mitgliedern
und Partnern
des BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. können sich Interessierte und
deren Erziehungsberechtigte weitere Informationen einholen.
BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.
Senefelderstraße 14
10437 Berlin
Tel.: 030 446504-10
Fax: 030 446504-11
service@bundesforum.de
www.bundesforum.de
Weitere
Internetadressen:
www.auslandsschuljahr.com
Ein Treffpunkt für alle, die ein paar Monate ihrer
Schulzeit im Ausland verbringen möchten. Mit vielen
Informationen, Tipps, Hinweisen, Foren, Chat und mehr. Die
Texte sind von zwei Schülerinnen geschrieben. Der
besondere Service: Man kann eine Sammelbestellung bei
verschiedenen Organisationen aufgeben. Allerdings werden
die Anfragen natürlich nur an Organisationen
weitergeleitet, die für diesen Service an
Auslandsschuljahr.com Geld bezahlen.
www.highschool-box.de/
Auch die Highschool-box bietet wie Auslandsschuljahr.com
die Möglichkeit von mehreren Organisationen
Informationsmaterialien anzufordern. Auch hier müssen die
Organisationen für diesen Service zahlen, aber immerhin
gibt es hier eine Auflistung der teilnehmenden
Organisationen.
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